Compagnie Mossoux-Bonté | Belgien

The Great He-Goat

Erlangen
Di. 28.05. – 19:00 Uhr
Markgrafentheater | Karten

ca. 75 min
ohne Sprache

Bildertheater | Tanz | Objekttheater

Eine Gruppe von Männern und Frauen, wie gerade einem Gemälde von Goya entstiegen, mitten aus den tiefsten und dunkelsten Wirren des spanischen Unabhängigkeitskriegs. Gespiegelt und zugleich verzerrt von ihren Puppen-Doppelgängern auf der Bühne, verlieren sie zunehmend den Halt in der Realität und beginnen sich zu verwandeln. Sie tönen und summen – ihre Gesichter, zum Teil hinter Masken verborgen, stimmen vergessene Choräle an und lassen den Boden unter ihren Füßen vom Rhythmus alter Strophen erzittern. Hinter Trugbildern und Illusionen versuchen sie sich zu verstecken und ziehen sich schließlich ganz in die Schatten zurück. „Hexensabbat“ oder „The Great He-Goat“ ist eines der bekanntesten Gemälde aus Francisco de Goyas „Pinturas Negras“, den schwarzen Bildern, mit denen der bereits nahezu gehörlose Maler zu Ende seines Lebens die Wände seines Landhauses schmückte. Sie sind ein eindrucksvolles Zeugnis von Goyas Spätwerk, in dem sich düstere Fantasien, Ängste und Wahnvorstellungen mit den bedrückenden Zeitumständen zu gespenstischen, zweideutigen und brutalen Trugbildern vermischt zu haben scheinen.

Mit „The Great He-Goat“ kehrt die dem Erlanger Publikum bestens bekannte Compagnie Mossoux-Bonté zu ihren Wurzeln zurück und knüpft an bildgewaltige Produktionen wie „Die letzten Halluzinationen des Lucas Cranach“ an, eine Inszenierung, die bereits 1997 beim internationalen figuren.theater.festival in Erlangen zu sehen war.

www.mossoux-bonte.be