Andreas Pfaffenberger | Deutschland

Are We Great Again?

ca. 15 min

Performance

#zäsur2020

Als am 6. Januar 2021 das US-Kapitol von Anhängern des damaligen US-Präsidenten Donald Trump gestürmt wurde, verwüsteten und beschmutzten diese die Räumlichkeiten, stahlen Dokumente und forderten, den damaligen Vize-Präsidenten zu hängen. Das alles zog sich über Stunden, fast ungehindert von den wenigen anwesenden Polizist:innen. Als im Juni des Vorjahres im Zuge der Black Lives Matter-Bewegung gegen strukturellen Rassismus und die Ermordung von George Floyd protestiert wurde, begegnete man den friedlichen Demonstrant:innen mit einem Großaufgebot von Polizeikräften in Kampfausrüstung, die aufgefordert waren den Protesten mit Gewalt zu begegnen.

„Are We Great Again?“ will diese Vorfälle mit den Mitteln des Objekttheaters nach- und dabei die Rolle der Polizei in den Vordergrund stellen, während der Performer bzw. Einsatzleiter ein typisch US-amerikanisches Gericht zubereitet: einen Cheeseburger.

Andreas Pfaffenberger, geboren in Oberösterreich, studierte zeitgenössische Puppenspielkunst an der HfS Ernst Busch und lebt heute als Puppenspieler und Regisseur in Berlin. Sein Weg führte ihn bereits zum Festival Ars Electronica nach Linz, an das tjg. Dresden, zur Schaubude Berlin oder ans FFT Düsseldorf. Dabei beschäftigt er sich meist kritisch mit aktuellen Themen wie der Wirtschaftskrise in Europa, dem Erstarken des Rechtspopulismus oder den Anfängen der Flüchtlingskrise. So auch in der Performance „Are We Great Again?“, die extra für das 22. internationale figuren.theater.festival konzipiert wurde.

andreaspfaffenberger