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Là Où / Frankreich Mitoyen // ca. 60 min ohne Pause ohne Worte Deutsche Erstaufführung Eine Koproduktion mit dem Théâtre National de Bretagne, Rennes, dem Institut International de la Marionnette, Charleville-Mézières und der Schaubude, Berlin
Im Jahr 1998 gründeten Renault Herbin und die Erlangerin Julika Mayer in der Erlanger Partnerstadt Rennes das Là Où Theater. Zuvor hatten sie ihr Studium an der renommierten Figurentheater- Schule in Charleville-Mézières absolviert. In den letzten Jahren hat sich Là Où mit experimentierfreudigen Inszenierungen, die häufig Tanz, Figuren-, Objekttheater und Videokunst miteinander verbinden, zu einer der meistbeachteten jungen Theatergruppen Frankreichs entwickelt. „Mitoyen“ entstand als Teil eines mehrjährigen internationalen Projekts zum Thema Großstadterfahrung. Die Performance von Renaud Herbin und Nicolas Lelièvre ist ein raffiniertes Spiel mit Innen- und Außenwelten, mit der Stadt als Organismus und dem Körper als architektonischem Element. Da gibt es eine Art modernen Herrn K., eine kleine weiße Puppe, die mimikryartig mit der weißen, mal projizierten, mal dreidimensional gestalteten Großstadtfassade verschmilzt. Ein einsamer Jedermann im Dschungel der Großstadt, der sein anonymes Dasein mit Fototapeten von einer schöneren Welt zu möblieren sucht. Diese Figur spiegelt sich auf der Bühne noch einmal in einem Darsteller, der die Großstadtarchitektur mit dem menschlichen Körper konfrontiert. Verbunden sind diese beiden Ebenen durch projizierte Bilder, die sich auf raffinierte Weise überschneiden und überlagern. Dabei gelingen dem Ensemble suggestive und verstörende Tableaus, die von großstädtischer Einsamkeit ebenso erzählen, wie von der Sehnsucht nach Begegnung und Entgrenzung. „Das Theater mit Puppen ist, so zeigen viele Produktionen, ein absolut zeitgemäßes Medium. Und die neuen Medien sind, so sie sinnvoll und mit konzeptionellem Bedacht eingesetzt werden, eine große Bereicherung für das zeitgenössische Figurentheater. Ein gutes – vielleicht sogar das überzeugendste Beispiel dafür – ist die Inszenierung ‚Mitoyen’.“ double
“Mitoyen” is a cunning play with interior and exterior worlds, with the city as a living organism and the human body as an architectural element. In its typical combination of puppetry, dance and video technology, Là Où creates disturbing tableaux that illustrate the loneliness in urban environments, the longing for human contact and the dissolution of boundaries.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Inszenierungsgespräch statt. Moderation: Stefan Bläske M.A., Institut für Theater- und Medienwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Konzeption: Renaud Herbin und Nicolas Lelièvre
Regie: Renaud Herbin und Julika Mayer
Spiel: Grégory Gouband Puppenspiel: Renaud Herbin Töne: Morgan Daguenet (Bertùf) Bilder: Nicolas Lelièvre, Licht: Laurent Queyrut Puppen: Paulo Duarte, Text: Erwan Tanguy Kostüme: Laure Mahéo


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18.05.2007, um: 21:00 h // Redoutensaal
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