|
gruppen-/stückdetail
\ zurück
Stuffed Puppet Theatre / Neville Tranter / Australien / Niederlande Vampyr // ca. 70 min ohne Pause in englischer Sprache Eine Koproduktion mit dem Schauspielhaus Wien
Seine Puppen sind nicht nur die besseren Menschen, bisweilen sind sie auch die besseren Schauspieler: Seit 1979 ist Neville Tranter mit seinem Stuffed Puppet Theatre durchgehend mit allen seinen Inszenierungen beim Internationalen Figurentheater-Festival zu Gast gewesen. Die einzigartige Kombination von schwarzem Humor und scharfer Beobachtungsgabe und nicht zuletzt seine stimmliche und spielerische Virtuosität haben schon viele Skeptiker des Figurentheaters eines Besseren belehrt. Märchen à la Hollywood, komödiantische Horrorstory und bizarr traurige Familiengeschichte – all das ist der neueste Coup von Neville Tranter: Irgendwo im frostigen Norden verschlägt es einen Vater und seine kranke Tochter auf einen einsamen Campingplatz. Die Hoffnung auf Erholung verkehrt sich in einen Alptraum. Denn hier herrschen nicht nur der habgierige Besitzer und sein schuldbeladener Assistent, sondern auch ein weiterer alter Blutsauger, der in diesem Idyll sein Unwesen treibt. Der kränkliche, romantische Vampir-Sohn entdeckt zum ersten Mal die wunderbaren Abgründe der Liebe, vor denen ihn auch sein Schutzengel mit Sprachfehler nicht beschützen kann. Als sich die Ereignisse zuspitzen, beginnt ein Kampf um Leben und Tod ... Poetisch und temporeich entwickelt sich eine dramatische Geschichte über Väter und Jugendliche, über Tatkraft und Verzagtheit, über das Alter und verpasste Chancen. Wie immer stehen die Charaktere, so real oder irreal sie auch sein mögen, für alle zwischenmenschlichen Beziehungen, für alles, was einst begonnen, eines Tages zu Ende sein wird. Neville Tranters Faszination für Mythen und Geschichten ist die Quelle seiner Inspiration für alle Werke. Immer wieder zappeln seine Figuren im Lebensnetz, sie stolpern über ihre Herkunft, sind Gefangene ihres Umfeldes und ihrer Erwartungen. Trotz der Distanz zur Realität, die durch das Spiel mit Puppen entsteht, werden durch die Phantasie und die Freiheit des Erzählers Emotionen und Gefühle der Akteure äußerst nah, beinahe greifbar. Die Puppengesichter werden lebendig, klare Persönlichkeiten, manchmal beängstigend real und doch sympathisch in ihrer Hilflosigkeit, dem Lebenskarussell ein Schnippchen zu schlagen. „Neville Tranter ist der große Manipulator in einer Welt, die ein Puppentheater ist.“ Süddeutsche Zeitung
“Vampyr“ is a fairy tale, spiced with horror and comedy. Somewhere up north a father and his sick daughter end up on a campsite. But instead of finding relaxation, their stay turns into a nightmare, as the invisible inhabitants of the camping site take over …
Im Anschluss an die Vorstellung in Erlangen findet ein Inszenierungsgespräch statt. Moderation: Prof. Dr. Henri Schoenmakers, Institut für Theater- und Medienwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Konzept, Puppen und Spiel: Neville Tranter Regie: Allan Zipson, Text: Jan Veldman Musik: Ferdinand Bakker / Kim Hayworth, Licht: Desiree van Gelderen Kostüme: Atty Kingma



\ zurück |
17.05.2007, um: 19:30 h // Stadttheater Fürth
18.05.2007, um: 20:00 h // Tafelhalle
19.05.2007, um: 19:00 h // Tafelhalle
20.05.2007, um: 20:30 h // Markgrafentheater
// mehr Bilder
|