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Oskaras Koršunovas Theater/ Vilnius City Theatre / Litauen Oedipus Rex // ca. 180 min mit Pause von Sophokles in litauischer Sprache mit deutscher Übertitelung Eine Koproduktion mit Theater der Welt 2002, Salzburger Festspiele „Young Directors Project“, Zürcher Theaterspektakel, Kultusministerium Litauen
Unvergessen, wie Oskaras Korsunovas das Erlanger Publikum mit dem „Sommernachtstraum“ zur Eröffnung des 14. Internationalen Figurentheater-Festivals 2005 im Sturm für sich gewinnen konnte.
„‚Oedipus Rex’ von Sophokles ist das vollendete, totale und allumfassende Schauspiel des Theaters“, so Korsunovas über das Stück, dessen Rezeptionsgeschichte er mit seiner Inszenierung nicht unmaßgeblich erweiterte. Korsunovas siedelt die antike Tragödie von Oedipus auf einem Kinderspielplatz an. Mühelos verbindet er eine spannende Detektiv-Story – „Der Mörder, den du suchst, der bist du selbst“ – mit der sozialen Realität und dem antiken Mythos. Er denkt den neoliberalen Bürgermeister, den sowjetisch-sozialistischen Spielplatz, den Suspense Hitchcocks und den antiken Chor zusammen. Korsunovas arbeitet an einer zeitgemäßen, kompromisslosen, ebenso artistischen wie provokanten Interpretation des bekannten Mythos. „Unser Theater beschäftigt sich mit der Realität, die uns im Leben gegenübersteht“, sagt Korsunovas. Choreographische und musikalische Elemente, kafkaeskes Figuren- und Maskenspiel, dies alles ergießt sich in einer attraktiven und klaren Form. „Wir haben 2429 Jahre darauf warten müssen. Aber jetzt – ganz unerwartet – ist es geschehen. Es gab keinen Stern, der uns über dem Theater den Weg wies, kein Gesang von Dionysos’ Engeln war zu hören. Wer dabei war, wusste, etwas Majestätisches ist geschehen. Sie haben gesehen, worauf Generationen gewartet haben: Sophokles’ ‚Oedipus Rex’ in der Inszenierung von Oskaras Korsunovas.“ Süddeutsche Zeitung
Physical theatre, music, and surrealistic horror images – that’s how Oskaras Korsunovas stages the first detective story of world literature: the searching for evidence, the questioning of witnesses, the analysis of facts – thus, the noose around Oedipus’ neck is being gradually tightened. For Oedipus himself is not aware of his guilt and keeps looking for the culprit. But his investigations disclose the truth.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Inszenierungsgespräch statt. Moderation: André Studt M.A., Institut für Theater- und Medienwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Regie: Oskaras Korsunovas, Bühnenbild: Jurate Paulekaite Kostüme: Vida Simanaviciute, Aleksandras Pogrebnojus Komposition: Gintaras Sodeika, Lichtdesign: Eugenijus Sabaliauskas Percussions: Arkadijus Gotesmanas, PAISTE Darsteller: Dainius Gavenonis, Jurate Onaityte, Remigijus Vilkaitis, Regimantas Adomaitis, Egle Mikulionyte, Laimonas Noreika, Gediminas Girdavinis, Irmantas Jankaitis, Arunas Sakalauskas Chor: Brigita Bublyte, Jolanta Dapkunaitu, Airida Gintautaite, Vesta Grabstaite, Gytis Ivanauskas, Rytis Saladzius, Rasa Samuolyte, Edita Uzaite, Judita Zareckaite, Tomas Zaibus



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17.05.2007, um: 19:00 h // Markgrafentheater
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