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Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ / Berlin Labyrinth // ca. 60 min ohne Pause nach der Erzählung „Der Garten der Pfade, die sich verzweigen“ von Jorge Luis Borges
Der Begründer des Magischen Realismus, Jorge Luis Borges, liefert mit seiner Erzählung „Der Garten der Pfade, die sich verzweigen“ die Grundlage für einen Abend aus wahren und wahrscheinlichen Wirklichkeiten. Die Szenencollage entwirft eine Welt, in der das „sowohl – als auch“ gleichberechtigt neben einem dem Kausalitätsprinzip unterworfenen „entweder – oder“ bestehen kann. In einem spärlich möblierten Lagerraum gehen fünf Archivare einer rätselhaften Arbeit nach. Sie sitzen an Schreibmaschinen, schreien und flüstern den Text, den sie schreiben. Die Papierbögen werden gestempelt, zerrissen und in einem Aquarium versenkt. Riesenspinnen kriechen aus den Nischen und Puppen irren durch die verzweigten Wege des Lebens. Was im Verborgenen oder im Kleinen auf der Bühne geschieht, findet seine Entsprechung auf der Leinwand: überdimensional oder verfremdet. „Labyrinth“ ist ein Stück voller opulenter und rätselhafter Bilder, die direkt die Emotionen des Zuschauers ansprechen. „Durchgehend überzeugend ist der Grad an Engagement, die Wachheit für den Spielpartner, die choreografische Genauigkeit, der Sinn für Rhythmik und Musikalität von Bühnengeschehen, und besonders – der Mut, sich (in einer Diplomarbeit!) einer Thematik auszusetzen, die bestenfalls in einer sehr diskreten Weise komisch ist, und die ihr Überleben nicht in lautstarken Pointen suchen muss.“ double
Based on a text by Jorge Luis Borges, “Labyrinth“ imagines a world in which what is real and what is possible exist equally side by side. Five actors literally work with the text of Borges. What happens on and behind the stage is blown up and distorted onto the screen, creating a performance full of enigmatic and opulent images.
Spiel: Wiebke Alphei, Birte Hebold, Yifat Maor, Christian Pfütze, Nicola Reinmöller
Regie: Frank Soehnle
Musik: Johannes Frisch
Film: Nici Wegener
Technik: Ingo Mewes



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15.05.2007, um: 18:00 h // Experimentiertheater
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