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Hotel Modern / Niederlande Kamp / Lager // ca. 60 min ohne Pause ohne Worte für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene
Sechzig Jahre nach seiner Befreiung ist das Konzentrationslager Auschwitz zum Symbol für die Barbarei der NS-Zeit und für eines der dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte geworden. Es bleibt unbegreiflich, mit welcher Systematik Menschen diese Vernichtungsmaschinerie errichtet und betrieben haben, selbst für jene, die dabei waren. Jetzt, da diese Augenzeugen aussterben, wagt sich die niederländische Gruppe Hotel Modern nach langen Recherchen an das Thema heran und bricht damit bewusst ein Abbildungstabu. Ein detailliert rekonstruiertes Lager im Miniaturformat füllt die Bühne. Überfüllte Baracken, Eisenbahnschienen, der Torbogen mit den Worten „Arbeit macht frei“ und tausende kleiner Puppen – Gefangene und Lageraufsicht – lassen die Bilder des Schreckens in Auschwitz entstehen. Wie bereits in „The Great War“ bewegen sich die Spieler dabei konzentriert und wie riesenhafte Kriegsberichterstatter durch das Set, an dessen Errichtung monatelang gearbeitet wurde. Der Ablauf eines Lager-Tages wird mit Handkameras gefilmt und in vielfacher Vergrößerung projiziert. Dieses Porträt braucht keine Worte, sondern überlässt es Geräuschen und eindringlichen Bildern, das Unvorstellbare darzustellen – der Zuschauer wird zum Zeitzeugen. Hotel Modern leistet mit dieser Inszenierung einen wesentlichen Beitrag zur Geschichte des zeitgenössischen Figurentheaters. „Den Puppen gelang, was manch menschlichem Darsteller verwehrt bleibt. Sie waren so nah wie bisweilen nur Spielzeuge von Kindern für Kinder nah sein können. Diese Darstellung des Massenmordes öffnet einen neuen, individuellen und sehr emotionalen Zugang zum Thema.“ die tageszeitung
An enormous scale model of Auschwitz fills the stage. Overcrowded barracks, a railway track, the gateway with the words “Arbeit macht frei” and thousands of small puppets. In an attempt to imagine the unimaginable, the actors move through the set like giant war reporters, filming the horrific events with miniature cameras; the audience becomes the witness.
Im Anschluss an die Vorstellung am Samstag, 12. Mai, findet ein Inszenierungsgespräch statt. Moderation: Prof. Dr. Henri Schoenmakers, Institut für Theater- und Medienwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Konzept und Spiel: Pauline Kalker, Arlène Hoornweg, Herman Helle Soundkonzept: Ruud van der Pluijm Technik: Saskia de Vries, Joris van Oosterhout Dekor- und Puppenbauassistenz: Catrin Boer, Heleen Wiemer, Kirsten Hutschemakers, Stefan Gross, Dirk Vroeman, Annette Scheer, Marije de Wit, Florus Groenewegen, Wilco Kwerreveld, Birgit Noone, Lutz Driessen, Saskia van der Zanden, Arwen Linnemann, Maarten Boegborn



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12.05.2007, um: 22:00 h // Redoutensaal
13.05.2007, um: 18:00 h // Redoutensaal
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