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Freyer Ensemble / Berlin Wenn du einem toten Hund begegnest oder Die Probe // ca. 75 min ohne Pause Eine theatralische Hommage an Bertolt Brecht
Achim Freyer kannte Ihn persönlich. Er hat von Ihm gelernt. Freyer war dabei, wenn Er probte – und das hat er jetzt auf die Bühne gebracht: Bertolt Brecht leitet eine Probe! Grund genug, das Freyer Ensemble nach 1999 und 2001 wieder einmal nach Erlangen zu bitten. Auch und gerade im Jahr nach Brechts 50. Todestag, schließlich bahnen sich bereits die Feierlichkeiten für seinen 110. Geburtstag im kommenden Jahr an. Achim Freyer lädt ein, Brecht probierend zu träumen, ihn sich neu zusammenzusetzen, aus Zeichen einen eigenen Gedanken zu machen. Er ist bei dieser Inszenierung, die am Berliner Ensemble entstanden ist, sein eigener Autor, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner. Dabei verzichtet er auf alles Naheliegende und Plakative. Der Meisterschüler von Bertolt Brecht ist ein Grenzgänger zwischen den Künsten. Als Regisseur für Sprech- und Musiktheater, Bühnen- und Kostümbildner ist er einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen Theaters. Seine unverwechselbaren Bilderwelten mit ihrer fragilen Poesie und farbigen Skurrilität haben Achim Freyers internationales Renommee begründet. Fünf Spieler auf der Bühne, ein Klavier und ein Saxophon, Bertolt Brecht im Zuschauerraum gibt seine Anweisungen mit der unverwechselbaren Stimme. Im Grunde besteht der Abend aus einem Brecht-Alphabet. Zu jedem Buchstaben werden mehrere Begriffe aus dem Werk Brechts genannt. Dazu der Bühnenprospekt, auf den Achim Freyer das Alphabet gemalt und die Buchstaben ebenfalls mit Metaphern und Symbolen versehen hat, ein Podest und natürlich die Brecht-Gardine. Davor, dahinter und mit dem Vorhang spielend die Akteure, befasst mit metaphorischen Skizzen zwischen Erstarrung und Bewegung – ein Spiel mit Masken. Wer sich zuschauend, zuhörend einlässt, hat nach kurzer Zeit das gesamte Werk Brechts wie eine große Kiste mit Bauklötzen im Kopf, die man nur auszukippen braucht, und schon hat man etwas sehr Eigenes. „Es wird ein großes Vergnügen, wenn man Brecht nicht kennt und ein noch größeres, wenn man ihn kennt“, sagte Freyer während der Arbeit an der Hommage. „In seiner amüsant zupackenden Inszenierung lässt Bertolt Brecht Achim Freyer, nach all den klug anverwandelten Stichworten, das letzte Wort – und das ist hier, dem bibelfesten b.b. sei Dank, tatsächlich Theaterfleisch geworden.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Achim Freyer – student of Bertolt Brecht’s master class – conjures up his famous teacher’s spirit: From the auditorium, Brecht is giving instructions to his actors. His distinctive voice is repeatedly imported from original recordings of rehearsals.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Inszenierungsgespräch statt. Moderation: Prof. Dr. Kay Kirchmann, Institut für Theater- und Medienwissenschaft, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Freyer Ensemble: Nyla van Ingen, Chandana M. Hörmann, Claudia Lahmann, Daniel Meininghaus, Henryk Antoni Opiela Inszenierung und Ausstattung: Achim Freyer Komposition: Kurt Schwertsik Regieassistenz: Sören Schulz Kostüm- und Bühnenbildmitarbeit: Sarah Damm



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11.05.2007, um: 20:00 h // Markgrafentheater
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